5. October 2005, 23:29 Uhr
Eine Office-Anwendung exportiert PDF - das kennen wir doch? Ja, und zwar schon etwa zwei Jahre, als Openoffice.org das zum ersten Mal bot. Und jetzt? Microsoft geht - unter Zugabe des Drucks von 30.000 (!) e-mails pro Woche - zu Schritt 4 über. Denn es läuft bei M$ immer so:
Schritt 1: Totschweigen, nur nix dazu sagen, dann wird man's schon vergessen.
Schritt 2: Lächerlich machen, so was braucht doch kein Mensch, is doch nur ne Modeerscheinung.
Schritt 3: Schlechte Alternativen erfinden (siehe Windows, Mäuse, IE, etc.) und den Leuten erzählen, dass die viel besser als das Original wären.
Schritt 4: Durch fortwährendes Kopieren immer mehr dem Original annähern.
Schritt 5: Durch Freigiebigkeit (IE), schiere Marktmacht (Windows) oder ähnliches den Konkurrenten kleinmachen.
Wäre ich Adobe, würde ich aufpassen - in fünf Jahren kauft keiner mehr Acrobat, lässt sich doch aus Office heraus exportieren :-(
Gute alte Sitten
Microsoft Office 12 soll PDF exportieren könnenEine Office-Anwendung exportiert PDF - das kennen wir doch? Ja, und zwar schon etwa zwei Jahre, als Openoffice.org das zum ersten Mal bot. Und jetzt? Microsoft geht - unter Zugabe des Drucks von 30.000 (!) e-mails pro Woche - zu Schritt 4 über. Denn es läuft bei M$ immer so:
Schritt 1: Totschweigen, nur nix dazu sagen, dann wird man's schon vergessen.
Schritt 2: Lächerlich machen, so was braucht doch kein Mensch, is doch nur ne Modeerscheinung.
Schritt 3: Schlechte Alternativen erfinden (siehe Windows, Mäuse, IE, etc.) und den Leuten erzählen, dass die viel besser als das Original wären.
Schritt 4: Durch fortwährendes Kopieren immer mehr dem Original annähern.
Schritt 5: Durch Freigiebigkeit (IE), schiere Marktmacht (Windows) oder ähnliches den Konkurrenten kleinmachen.
Wäre ich Adobe, würde ich aufpassen - in fünf Jahren kauft keiner mehr Acrobat, lässt sich doch aus Office heraus exportieren :-(
5. October 2005, 14:33 Uhr
Na endlich, endlich sehen die Schweden ein, dass auch in Deutschland noch geforscht wird. Ein Deutscher bekommt zumindest einen Teil des Physik-Nobelpreises dieses Jahr. Und das besondere: er ist nicht über den Großen Teich geflüchtet, sondern forscht - nicht weit weg von hier - in München. Als Physikstudent freut mich das besonders. Aber: wenn wir noch mehr Forscher hierbehalten würden und auch noch einige aus dem Ausland kämen, wäre der Standort noch besser. Und ich würde gern Studiengebühren zahlen, wenn ich dafür mal einen Nobelpreisträger als Prof hätte. Ehrlich.
Wie man einen Regenbogen-Laser baut
Deutscher Physiker bekommt NobelpreisNa endlich, endlich sehen die Schweden ein, dass auch in Deutschland noch geforscht wird. Ein Deutscher bekommt zumindest einen Teil des Physik-Nobelpreises dieses Jahr. Und das besondere: er ist nicht über den Großen Teich geflüchtet, sondern forscht - nicht weit weg von hier - in München. Als Physikstudent freut mich das besonders. Aber: wenn wir noch mehr Forscher hierbehalten würden und auch noch einige aus dem Ausland kämen, wäre der Standort noch besser. Und ich würde gern Studiengebühren zahlen, wenn ich dafür mal einen Nobelpreisträger als Prof hätte. Ehrlich.
5. October 2005, 14:08 Uhr
Okay, wir haben's endlich hinter uns: Auch die paar Dresdner sind am Sonntag wählen gegangen, und es kam wie es kommen musste: Einige dieser Wähler hätten ihr Kreuz wohl woanders gemacht, wenn sie nicht gewusst hätten, dass sie dadurch "ihrer" Partei, die es in Bayern übrigens nicht gibt, schaden.
Nun gut, so haben sie dafür gesorgt, dass ein CDU-Mann (oder -Frau?) mehr in Berlin sitzt, als es im Normalfall der Fall gewesen wäre. Das verbessert den Bundestag auch nicht, die ersten drei gesamtdeutschen Bundestage hatten mehr Abgeordnete - und besser ging's uns da auch nicht.
Was mein Problem dabei ist? Tja, ich sehe gar nicht ein, den 614. Abgeordneten auch noch mit zu zahlen. Ich bin ja nicht schuld daran. Aber wer dann?
Theorie 1: Die Wähler in Dresden I sind schuld. Sie haben ja so gewählt, und zwar bewusst, nachdem sie die Ergebnisse der restlichen Bundesrepublik schon kannten. Tja, jeder der 219.000 zahlt einen Euro pro Jahr - das dürfte doch einem Abgeordneten reichen, oder? Gut, vielleicht zwei Euro. Aber eigentlich trifft es da ja doch wieder die Falschen, denn nicht alle haben ja Schuld an Nummer 614.
Theorie 2: Die Parteien. Die haben den Leuten ja praktisch verraten, wie sie jetzt zu wählen haben. Aber welche? Alle, wäre wieder unfähr. Und welche einzelne dann? Ich wüsste da ja was, aber nugut.
Theorie 3: Die NPD. Nicht weil sie den Leuten empfohlen hat, irgendwas zu wählen, sondern weil ja ihre Direktkandidatin gestorben is und dadurch die Nachwahl notwendig war. Aber das war ja nicht vorhersehbar. Also auch nix.
Theorie 4: Der Bundestag. Der hat schließlich das Wahlrecht beschlossen, ohne Nachrückleute für die Direktkandidaten und dem ganzen anderen Scheiß. Prima, ja, das taugt. Aber wer zahlt? Jeder einzelne Abgeordnete, die Verwaltung, die Fraktionen oder wie...
Ich seh schon: Da dreht man sich im Kreis. Am Ende wird die Mehrwertsteuer doch erhöht, aber nicht damit man irgendwo anders Abgaben senkt, sondern um unsere neuen Volksvertreter zu stopfen.
Abgeordneter Nr. 614
Wer bezahlt unsere Volksvertreter?Okay, wir haben's endlich hinter uns: Auch die paar Dresdner sind am Sonntag wählen gegangen, und es kam wie es kommen musste: Einige dieser Wähler hätten ihr Kreuz wohl woanders gemacht, wenn sie nicht gewusst hätten, dass sie dadurch "ihrer" Partei, die es in Bayern übrigens nicht gibt, schaden.
Nun gut, so haben sie dafür gesorgt, dass ein CDU-Mann (oder -Frau?) mehr in Berlin sitzt, als es im Normalfall der Fall gewesen wäre. Das verbessert den Bundestag auch nicht, die ersten drei gesamtdeutschen Bundestage hatten mehr Abgeordnete - und besser ging's uns da auch nicht.
Was mein Problem dabei ist? Tja, ich sehe gar nicht ein, den 614. Abgeordneten auch noch mit zu zahlen. Ich bin ja nicht schuld daran. Aber wer dann?
Theorie 1: Die Wähler in Dresden I sind schuld. Sie haben ja so gewählt, und zwar bewusst, nachdem sie die Ergebnisse der restlichen Bundesrepublik schon kannten. Tja, jeder der 219.000 zahlt einen Euro pro Jahr - das dürfte doch einem Abgeordneten reichen, oder? Gut, vielleicht zwei Euro. Aber eigentlich trifft es da ja doch wieder die Falschen, denn nicht alle haben ja Schuld an Nummer 614.
Theorie 2: Die Parteien. Die haben den Leuten ja praktisch verraten, wie sie jetzt zu wählen haben. Aber welche? Alle, wäre wieder unfähr. Und welche einzelne dann? Ich wüsste da ja was, aber nugut.
Theorie 3: Die NPD. Nicht weil sie den Leuten empfohlen hat, irgendwas zu wählen, sondern weil ja ihre Direktkandidatin gestorben is und dadurch die Nachwahl notwendig war. Aber das war ja nicht vorhersehbar. Also auch nix.
Theorie 4: Der Bundestag. Der hat schließlich das Wahlrecht beschlossen, ohne Nachrückleute für die Direktkandidaten und dem ganzen anderen Scheiß. Prima, ja, das taugt. Aber wer zahlt? Jeder einzelne Abgeordnete, die Verwaltung, die Fraktionen oder wie...
Ich seh schon: Da dreht man sich im Kreis. Am Ende wird die Mehrwertsteuer doch erhöht, aber nicht damit man irgendwo anders Abgaben senkt, sondern um unsere neuen Volksvertreter zu stopfen.
3. October 2005, 18:03 Uhr
Jaja, auch ich möchte mal was von mir geben - was, weiß ich zwar noch nicht, aber jeder hat ja was zu sagen. Wenn's euch jetzt schon nervt, na gut - ihr braucht's ja nicht lesen, ich zwinge niemanden zu garnix. Aber mir passiert es in letzter Zeit häufiger: Ich habe einen Geistesblitz oder könnte mich stundenlang über ein völlig unwichtiges Thema auslassen.
Aber: es ist nie jemand da, den es interessieren würde oder der wenigstens so tut als ob.
Ja, es gäbe andere Lösungen.
Aber Selbstgespräche sind nun mal nicht mein Ding, man verschwendet nur unnütze Energie dabei. Dabei fällt mir ein: könnte man da nicht mit den Schallwellen Strom erzeugen? Naja, andererseits möchte ich nicht auch meine letzten Freunde vergraulen, und für die Presse sind meine Ergüsse zu irrelevant.
Aber zum Glück gibt's seit einigen Jahren Internet, seit etwas kürzerer Zeit auch meine Homepage, also leb ich mich halt hier aus - und bilde mir einfach ein, dass es jemand liest.
Flagpirates B-Logbuch
oder auch: Sektor 001, Sternzeit ungefähr kurz vor egalJaja, auch ich möchte mal was von mir geben - was, weiß ich zwar noch nicht, aber jeder hat ja was zu sagen. Wenn's euch jetzt schon nervt, na gut - ihr braucht's ja nicht lesen, ich zwinge niemanden zu garnix. Aber mir passiert es in letzter Zeit häufiger: Ich habe einen Geistesblitz oder könnte mich stundenlang über ein völlig unwichtiges Thema auslassen.
Aber: es ist nie jemand da, den es interessieren würde oder der wenigstens so tut als ob.
Ja, es gäbe andere Lösungen.
Aber Selbstgespräche sind nun mal nicht mein Ding, man verschwendet nur unnütze Energie dabei. Dabei fällt mir ein: könnte man da nicht mit den Schallwellen Strom erzeugen? Naja, andererseits möchte ich nicht auch meine letzten Freunde vergraulen, und für die Presse sind meine Ergüsse zu irrelevant.
Aber zum Glück gibt's seit einigen Jahren Internet, seit etwas kürzerer Zeit auch meine Homepage, also leb ich mich halt hier aus - und bilde mir einfach ein, dass es jemand liest.
